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Sanitas: eine Schweizer Krankenkasse ist auf Abwegen!

Die Schweizer Krankenkasse Sanitas ist offensichtlich einer überholten Falschaussage aufgesessen: Im September 2011 hatte Dr. Krayenbühl von der Medizinischen Poliklinik der Universität Zürich nicht nur in öffentlichen Medien, sondern auch in ärztlichen Fachzeitschriften verlauten lassen, beim Menschen komme es erst dann zu Eisenmangelsymptomen, wenn der Ferritinwert unter 15 ng/mlliege. Mithin, so folgerte er, könnten auch nur jene Patienten von Eisengaben profitieren, deren Ferritin eben wirklich unter diesem Wert liegt. Das Dumme ist nur, dass die Züricher Studie „Ferrim“ in Wirklichkeit etwas ganz anderes aussagt. Wie nämlich bereits im Juni 2011, also eine Vierteljahr früher, ganz offiziell im Blood-Journal publiziert wurde, ist in der von Dr. Beat Schaub konzipierten Placebo kontrollierten Studie nachgewiesen worden, dass auch schon Eisenmangelpatienten mit einem Ferritinwert bis zu 50 ng/mlvon den entsprechenden Substitutionen profitieren und in der Folge mehrheitlich gesund werden.

Die falsche Aussage Dr. Krayenbühls vom September vergangenen Jahres hat damals nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch weite Teile der Ärzteschaft sehr irritiert. Allerdings handelte es sich dabei sicher nicht um absichtliche Täuschung, sondern eher um eine irrtümliche Desinformation. Nach einem Einspruch der Swiss Iron Health Organisation SIHO haben nämlich Anfang November 2011 sowohl Dr. Krayenbühl als auch seine Chefs, Prof. Battegay und Prof. Schulthess, den genannten Sacherverhalt in der Schweier Ärztezeitung richtiggestellt.

Die „abtrünnige“ Schweizer Krankenkasse Sanitas jedoch weigert sich trotz dieser offiziellen Korrektur noch heute – zehn Monate danach! -, die notwendigen Eisenbehandlungen bei Eisenmangel-Patientinnen mit einem Ferritinwert zwischen 15-50 ng/ml zu bezahlen. Überdies scheut sie sich auch heute noch nicht, diese ihre Sturheit mit der oben genannten irrtümlichen Falschaussage zu begründen.

Dieser Tatbestand drängt derade dazu zu fragen: Irrt die Sanitas – immer noch? Oder aber täuscht sie vielleicht doch absichtlich die behandelnden Ärzte und die betroffenen Patientinnen? Will sie Geld „sparen“, indem sie ihren Versicherten die mehrheitlich mögliche Heilung verweigert?

Einne solche, die Frauen diskriminierende Einstellung könnten weder die Swiss Iron Health Organisation SIHO noch die Betroffenen akzeptieren. Die SIHO hat deshalb bei der Sanitas dazu angefragt und hofft auf eine baldige konstruktive Antwort.

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