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Schweizer Laborkrise – ein Skandal?

Ärzte und Patienten glauben den Resultaten blindlings, die von den Laboratorien abgegeben werden. Sie glauben daran, dass alle Laboratorien dieselben Werte abgeben. Dass ihr Vertrauen aber seit vielen Jahren missbraucht wird, ist ihnen gar nicht bewusst.

Es gibt vier verschiedene Analysemethoden, um den Ferritinwert im Blut zu messen: Beckman, Roche, Siemens, Abbott. Alle Messmethoden geben unterschiedliche Ferritinwerte an mit Unterschieden bis zu 60%, was sowohl Ärzte, aber auch Patienten enorm verwirrt. Weil sich Diagnostik und Therapiekontrollen am Ferritinwert orientieren, wurde eine Harmonisierung notwendig, indem eine Leitwährung geschaffen wurde.

Die Swiss Iron Health Organisation SIHO hat die Beckman-Methode 2011 zur „Leitwährung“ für Ferritinmessungen definiert. Beckman orientiert sich am neuesten WHO-Standard und repräsentiert die klinischen Zustände von Eisenmangelpatienten am besten. Die anderen Analysemethoden müssen deshalb für eine seriöse Hausarztmedizin auf Beckman umgerechnet werden. Leider deklarieren die Laboratorien neben dem Ferritinwert die verwendete Messmethode nicht, sodass jeder Arzt in der Verantwortung steht, das Labor anzufragen, nach welcher Analysemethode Ferritin gemessen wurde. Nur so ist eine Umrechnung auf die Beckman-Leitwährung und dadurch eine seriöse Diagnostik und optimale individuell dosierte Eisentherapie möglich.

Diese Telefonate wären unnötig, würden die Laboratorien ihre Analysemethode direkt auf den Resultatblättern deklarieren.

Roche-Ferritin / 3 x 2 = Beckman-Ferritin
Abbott-Ferritin / 6 x 5 = Beckman-Ferritin
Siemens-Ferritin / 4 x 3 = Beckman-Ferritin

Leseprobe:
Kapitel aus dem neuen Buch „Die Eisentherapie“ von Dr. med. Beat Stephan Schaub:
Die Laborkrise – ein Skandal?

Website: www.wechselstuben.org

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