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Die Schweiz hängt am Eisentropf

Die Schweizer Tageszeitung „Blick“ hat einen guten Blick für die Eisenmisere. 

Der „Blick“ brachte dazu am 25. September die Schlagzeile „Die Schweiz hängt am Eisentropf“ in der online-Ausgabe. Der „Blick“ hat einerseits realisiert, dass die Schweiz zum „Eisenland“ geworden ist. Nirgendwo auf der Welt werden Eisenmangelfrauen und Eisenmangelkinder mit dem intravenösen Eisenausgleich konsequent behandelt, ausser in der Schweiz. (Immerhin leidet fast die halbe Menschheit an einem unbehandelten Eisenmangel).

Der „Blick“ hat andererseits aber auch realisiert, dass der Schweizer Eisenausgleich umstritten ist. Es gibt tatsächlich Ärzte und sogar auch das Schweizer Bundesamt für Gesundheit BAG, die die Wirksamkeit und Notwendigkeit des Schweizer Eisenausgleichs ernsthaft in Frage stellen. Sie verlassen sich auf die irreführenden Aussagen der WHO und Schulmedizin, wodurch sie in die Eisenfalle geraten. Diese behaupten nämlich dreist, dass für alle Menschen der Welt ein Ferritinwert von 15 ng/ml zu genügen habe, um ohne Eisenmangelsymptome leben zu können. Das ist falsch.

Die in der Schweiz 2007 gegründete Swiss Iron Health Organisation SIHO kann nachweisen, dass der eben noch genügende Ferritinwert sehr individuell ist. Ein Ferritinwert von 15 ng/ml genügt den Ansprüchen der Eisenmangelpatienten in der Regel nicht! Den Gegnern einer vernünftigen Eisentherapie muss einfach einmal die Frage gestellt werden: Brauchen Frauen und Kinder gleich viel Eisen wie erwachsene Männer, um gesund zu sein? Frauen und Kinder verfügen nur etwa über einen Siebtel der männlichen Eisenkonzentration und deshalb leiden besonders sie häufig an Eisenmangelsymptomen. Sobald sie nach dem Eisenausgleich aber gleich viel Eisen haben wie die Männer, werden die meisten von ihnen gesund. Der statistisch ermittelte Optimalbereich für Ferritin liegt bei Kindern und Erwachsenen beider Geschlechter, also für alle Menschen der Welt zwischen 100 und 200 ng/ml (also im männlichen Bereich). Also Hand aufs Herz: Brauchen alle Menschen genügend Eisen oder gibt es etwa Populationen, die weniger brauchen wie beispielsweise die Frauen und Kinder? Wo wurde dafür eine Beweisführung geliefert?

Die Fragen des Ferritinwerts und der Notwendigkeit des Eisenausgleichs werden noch lange für Gesprächsstoff sorgen. Allerdings steht SIHO als Eisenbefürworterin nicht alleine da. Historisch wird SIHO von der Universitätsklinik Innsbruck (1957) und der Charité Universitätsmedizin Berlin unterstützt (1971). Es gibt in der heutigen Zeit nur wenige Studien, leider alle mit nur geringer Aussagekraft. Die SIHO-Datensammlung (Health Banking seit 2005) mit ihrer Praxisstudie ist die bisher grösste Datensammlung der Welt bezüglich der Korrelation zwischen Ferritin und Gesundheit. Das Resultat ist eindeutig: Frauen und Kinder brauchen gleich viel Eisen wie erwachsene Männer, um ohne Mangelsymptome zu leben.

Nach Aussagen von „Blick“ wurden 2015 in Deutschland 400‘000 Eiseninfusionen durchgeführt. In der Schweiz waren es zwar nur 200‘000, dafür hat Deutschland aber zehnmal mehr Einwohner. In der Schweiz wird die Eisentherapie viel häufiger durchgeführt als im Ausland. Die Schweiz ist die erste Nation überhaupt, die den notwendigen Eisenausgleich landesweit eingeführt hat mit dem Ziel: Gesündere Menschen für geringere Kosten. Die Schweiz ist das Vorbild bezüglich intravenöser Eisentherapie. Sie hat das Eisenmangelsyndrom wiederentdeckt, konnte es wissenschaftlich nachweisen und behandelt es landesweit erfolgreich mit ihrem Eisenausgleich.

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