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HTA der Eisentherapie – die Korrespondenz

Die Schweizer Regierung führt seit 2015 ein HTA zur Eisentherapie durch (Health Technology Assessment): Überprüfung der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der intravenösen Eisentherapie (WZW-Kriterien). Dazu existiert eine entsprechende Korrespondenz zwischen dem Bundesamt für Gesundheit BAG und der Swiss Iron Health Organisation SIHO. Bis zum Sommer 2018 erweckte das BAG den Eindruck, alle WZW-Kriterien berücksichtigen zu wollen. Es geht um die Frage, ob die in der Schweiz seit 1998 eingeführte und von den Krankenkassen bezahlte intravenöse Eisentherapie weiterhin von den Krankenkassen bezahlt werden soll oder ob die betroffenen Frauen diese für sie notwendige Behandlung künftig selbst bezahlen sollen.

Im Sommer 2018 entschied sich das BAG leider, auf die Überprüfung der Wirksamkeit und Zweckmässigkeit zu verzichten und nur noch die Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen, sodass ein definitionsgerechtes HTA nicht möglich ist und somit ein Entscheid zur Kassenpflicht durch das BAG gar nicht gefällt werden kann.

Entsprechende Korrespondenz:

2015: Anfrage des BAG / Scoping des BAG / Stellungnahme von SIHO

2017: Brief des BAG / Eisen-Scoping Universität Basel / Studienberichte / Bericht über die Stakeholder-Konsultation / Antwort von SIHO

2018: Mitteilung des BAG: Verzicht auf die Überprüfung von Wirksamkeit und Zweckmässigkeit (Seite 8 / Zeilen 12 und 13). Aus WZW wurde W.

Am 4. Oktober 2018 hat SIHO deshalb dem Bundespräsidenten Alain Berset ein Email geschrieben. Am 29. Oktober hat seine rechte Hand geantwortet.

Zum Vergleich: WZW-Kriterien bei der intravenösen Eisentherapie gemäss Swiss Iron Health Organisation SIHO (deutsch / englisch), basierend auf www.eurofer.ch

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