Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Autor: Beat Schaub

Nebenwirkungen von Ferinject

In den letzten Monaten erreichten uns einige Mitteilungen bezüglich Nebenwirkungen des neuen Eisenpräparates Ferinject, sofern es hochdosiert (0.5 oder 1 Gramm) verabreicht wurde. Eine solche Menge ist für Patienten mit Eisenmangel mit Sicherheit nicht zu viel, aber die „Geschwindigkeit des Anflutens“ scheint gewissen Organismen etwas Mühe zu bereiten. Das Thema wird im Eisenforum besprochen. Sollte sich jemand angesprochen fühlen, können dort entsprechende Kommentare abgegeben werden.

Weiterlesen Nebenwirkungen von Ferinject

30 Kommentare

2008: Das Jahr der Indikationserweiterung

Rückblickend könnte das Jahr 2008 in die Schweizer Medizingeschichte eingehen. In diesem Jahr hat sich etwas ereignet, was sich vor Kurzen noch niemand vorstellen konnte. Nachdem noch vor 3 Jahren die von mir entwickelte und favorisierte Eisenbehandlung noch belächelt wurde, gibt es mittlerweile 15’000 Ärzte, die diese Behandlung nachahmen. Das Thema Eisenmangelsyndrom ist in der Schweiz zu einem Thema geworden. Immer mehr Eisenmangel-patienten werden erfolgreich mit Eiseninfusionen behandelt. Immer mehr depressive Menschen mit Eisenmangel wünschen zu Recht zuerst eine Eisenbehandlung, bevor sie sich – sofern überhaupt noch notwendig – Psychopharmaka verschreiben lassen. 2009 soll das Eisenmangelsyndrom im deutschsprachigen Europa bekannt…

Weiterlesen 2008: Das Jahr der Indikationserweiterung

Beitrag kommentieren

Kurzfristige Ferritinpeaks wahrscheinlich unge-fährlich

Die erwähnten kurzfristigen Ferritinpeaks, die durch Infusionen von hohen Ferinject-Dosen gesehen werden, sind höchst wahrscheinlich ungefährlich – so die Meinung der angefragten Experten. Wir sind daran, entsprechende Informationen, Meinungen und Daten zu sammeln, welche diese Aussage unterstützen oder in Frage stellen. Sie werden gelegentlich auf diesem Blog veröffentlicht.

Weiterlesen Kurzfristige Ferritinpeaks wahrscheinlich unge-fährlich

Beitrag kommentieren

Korruption in der Pharmaindustrie?

Gemäss der Sendung Frontal 21 von ZDF am 9. Dezember 2008 scheinen Korruption, Verschweigen von Nebenwirkungen und unlautere Werbung für Medikamente in der Pharmaindustrie an der Tagesordnung zu sein. Der Gesetzgeber sei machtlos angesichts deren Rafinesse. Besonders tragisch erscheinen die gehäuften Suicide von depressiven Personen, welche Antidepressiva der neuen Generation der SSRI einnehmen. Gemäss Frontal 21 werden unvorteilhafte Studien, welche dies belegen, nicht veröffentlicht. Gleichzeitig werden so genannte Opinion-Leaders (Ärzte) dafür bezahlt, dass sie für die Medikamente im Rahmen von Vorträgen Werbung machen. Sogar Selbsthilfegruppen für AD(H)S in Deutschland sollen für das Medikament Strattera (wie Ritalin) Werbung machen, weil sie dafür bezahlt…

Weiterlesen Korruption in der Pharmaindustrie?

Beitrag kommentieren

Herstellerfirma steht zu hohen Ferritin-Peaks nach hohen Einzeldosen von Ferinject.

Die Herstellerfirma hat am 17. November per Briefversand die Schweizer Ärzte darauf hingewiesen, dass nach einer hochdosierten Ferinject-Infusion Ferritinpeaks bis 600 ng/ml erwartet werden müssen. Eine Normalisierung auf 200 ng/ml findet nach etwa 7 Wochen statt. Es handelt sich dabei um eine disproportionale Erhöhung des Serumferritins in Relation zur Speichereisenreserve. Dies sei bei der Bestimmung des Serum-ferritins zu berücksichtigen – so die Herstellerfirma. Dass der Ferritinwert während einigen Wochen über dem offiziellen Normbereich von 400 ng/ml liegt, scheint ein fact zu sein – nicht nur von uns, sondern auch von der Herstellerfirma beobachtet. Die Frage ist noch nicht schlüssig geklärt, ob…

Weiterlesen Herstellerfirma steht zu hohen Ferritin-Peaks nach hohen Einzeldosen von Ferinject.

Beitrag kommentieren

Sind kurzfristig erhöhte Ferritinpeaks nach hohen Ferinject-Dosen gefährlich?

Diese Frage beschäftigt uns momentan am meisten. In den Lehrbüchern wird der obere Normwert für Ferritin bei maximal 400 ng/ml definiert. Die meisten Experten sind sich einig, dass langfristige Ferritinwerte über 1000 ng/ml zu einer Eisenspeicher-krankheit führen können. Wann beginnt eine Überdosierung? Bei 400 oder bei 1000 ng/ml? Wenn nun in der ganzen Schweiz immer wieder Eisenmangel-patienten hohe Dose an Eisen erhalten und kurzfristig überhöhte Ferritinwerte im Bereich zwischen 400 und 1000 ng/ml aufweisen, stellt sich die Frage nach der Gefährlichkeit einer solchen kurzfristigen „Überflutung“. Die Antworten der bisher angefragten Experten sowie bisherige Literatur-Recherchen lassen vermuten, dass diese Frage noch gar…

Weiterlesen Sind kurzfristig erhöhte Ferritinpeaks nach hohen Ferinject-Dosen gefährlich?

1 Kommentar

Ferinject oder Venofer?

Sollten Patienten mit einem Eisenmangelsyndrom ohne Anämie das neue Medikament Ferinject erhalten? Seit einem Jahr ist in der EU das neue konzentrierte Eisenpräparat auf dem Markt. Etwa zur gleichen Zeit, da Ferinject in der Schweiz die Zulassung erhielt, wurde die Zulassung des Präparates jedoch in den USA von der Food and Drug Administration (FDA) vorerst verweigert. Sie begründete ihren Entscheid, der Herstellerfirma einen so genannten Non-Approvable-Letter zuzustellen, u. a. mit Bedenken bezüglich der Dosierung. Bis heute wurden diese Vorbehalte von der FDA auch nicht zurückgenommen Etwa 85% jener Patienten mit auf Eisenmangel hinweisenden Symptomen haben (noch!) keine Anzeichen einer Eisenmangelanämie. Sie leiden zunächst unter…

Weiterlesen Ferinject oder Venofer?

1 Kommentar

Anämie-Schnelltest für zuhause – Achtung!

Seit diesem Herbst bieten die Apotheken einen  Anämie-Schnelltest an. Dadurch kann innert Minuten festgestellt werden, ob jemand an einer Blutarmut hat. Obwohl Eisenmangel die häufigste Ursache einer solchen ist, kann durch diesen Schnelltest der Eisengehalt des Körpers aber nicht gemessen werden. Eisenmangel kann nämlich schon Jahre vor dem Auftreten einer Anämie zu Symptomen wie Erschöpfungszuständen, Konzentrationsstörungen, Depressionen, Schlafstörungen usw. führen.  Gehen Sie bei einem normalen Anämie-Schnelltest nicht davon aus, dass dadurch ein Eisenmangel ausgeschlossen ist.  Schön wäre ein Ferritin-Schnelltest. Die bisherigen Tests für Ärzte sind aber noch zu ungenau für eine breite Anwendung. Alle Ärzte schicken das Blut in ein Labor, das den Ferritinwert…

Weiterlesen Anämie-Schnelltest für zuhause – Achtung!

1 Kommentar

Eisenmangel in der Psychiatrie

Eisen ist ein wichtiger Mineralstoff für die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten (Aufmerksamkeit, Erinnerungsvermögen, Orientierung, Imagination, Argumentation. etc.). Die meisten Kinder mit einem ADHS weisen  einen Eisenmangel auf. Eisen spielt eine wichtige Rolle in der Hormonbildung generell. Insbesondere im Falle einer eisenmangelbedingten Drosselung der Bildung von Glückshormonen können Depressionen auftreten. Wie eine aktuelle Studie aus den USA aufzeigt, besteht für ein Kind ein vierfach erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Schizophrenie, sofern seine Mutter Eisenmangel hatte.

Weiterlesen Eisenmangel in der Psychiatrie

Beitrag kommentieren

Krankenkassen

Medikamente werden von den Krankenkassen rückvergütet, wenn sie vom Bundesamt für Gesundheit BAG auf die so genannte Spezialitätenliste SL aufgenommen wurden. Das BAG prüft dabei die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Präparate. Ein Medikament wird nur dann zugelassen, wenn es vom Schweizerischen Heilmittelinstitut swissmedic erfolgreich auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft wurde. Die Durchführung einer intravenöse Eisenbehandlung von Eisenmangelpatienten entspricht den Indikationsrichtlinien der swissmedic.

Weiterlesen Krankenkassen

Beitrag kommentieren