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Autor: Beat Schaub

Ferinject oder Venofer?

Sollten Patienten mit einem Eisenmangelsyndrom ohne Anämie das neue Medikament Ferinject erhalten? Seit einem Jahr ist in der EU das neue konzentrierte Eisenpräparat auf dem Markt. Etwa zur gleichen Zeit, da Ferinject in der Schweiz die Zulassung erhielt, wurde die Zulassung des Präparates jedoch in den USA von der Food and Drug Administration (FDA) vorerst verweigert. Sie begründete ihren Entscheid, der Herstellerfirma einen so genannten Non-Approvable-Letter zuzustellen, u. a. mit Bedenken bezüglich der Dosierung. Bis heute wurden diese Vorbehalte von der FDA auch nicht zurückgenommen Etwa 85% jener Patienten mit auf Eisenmangel hinweisenden Symptomen haben (noch!) keine Anzeichen einer Eisenmangelanämie. Sie leiden zunächst unter…

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Anämie-Schnelltest für zuhause – Achtung!

Seit diesem Herbst bieten die Apotheken einen  Anämie-Schnelltest an. Dadurch kann innert Minuten festgestellt werden, ob jemand an einer Blutarmut hat. Obwohl Eisenmangel die häufigste Ursache einer solchen ist, kann durch diesen Schnelltest der Eisengehalt des Körpers aber nicht gemessen werden. Eisenmangel kann nämlich schon Jahre vor dem Auftreten einer Anämie zu Symptomen wie Erschöpfungszuständen, Konzentrationsstörungen, Depressionen, Schlafstörungen usw. führen.  Gehen Sie bei einem normalen Anämie-Schnelltest nicht davon aus, dass dadurch ein Eisenmangel ausgeschlossen ist.  Schön wäre ein Ferritin-Schnelltest. Die bisherigen Tests für Ärzte sind aber noch zu ungenau für eine breite Anwendung. Alle Ärzte schicken das Blut in ein Labor, das den Ferritinwert…

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Eisenmangel in der Psychiatrie

Eisen ist ein wichtiger Mineralstoff für die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten (Aufmerksamkeit, Erinnerungsvermögen, Orientierung, Imagination, Argumentation. etc.). Die meisten Kinder mit einem ADHS weisen  einen Eisenmangel auf. Eisen spielt eine wichtige Rolle in der Hormonbildung generell. Insbesondere im Falle einer eisenmangelbedingten Drosselung der Bildung von Glückshormonen können Depressionen auftreten. Wie eine aktuelle Studie aus den USA aufzeigt, besteht für ein Kind ein vierfach erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Schizophrenie, sofern seine Mutter Eisenmangel hatte.

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Krankenkassen

Medikamente werden von den Krankenkassen rückvergütet, wenn sie vom Bundesamt für Gesundheit BAG auf die so genannte Spezialitätenliste SL aufgenommen wurden. Das BAG prüft dabei die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Präparate. Ein Medikament wird nur dann zugelassen, wenn es vom Schweizerischen Heilmittelinstitut swissmedic erfolgreich auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft wurde. Die Durchführung einer intravenöse Eisenbehandlung von Eisenmangelpatienten entspricht den Indikationsrichtlinien der swissmedic.

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Eisenmangelanämie

Wenn aufgrund eines Eisenmangels eine Blutarmut (Anämie) entsteht, spricht man von einer Eisenmangelanämie. Allerdings entwickeln in der Schweiz nur etwa 15% der Eisenmangelpatienten eine Blutarmut. Schon vor dem Auftreten einer solchen liegen in den meisten Fällen die beschriebenen Eisenmangelsymptome wie Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen vor. Ein Arzt, der diese Patienten korrekt behandelt, kann das spätere Auftreten einer Eisenmangelanämie verhindern. Typische Symptome einer Eisenmangelanämie sind u.a. Blässe, verminderte Leistungsfähigkeit und Atemnot bei Anstrengung.

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Wirksamkeit, Zweckmässigkeit, Wirtschaftlichkeit

Nachdem in der Schweiz einige Tausend Patientinnen erfolgreich mit Eiseninfusionen behandelt wurden – und dies für günstige Kosten, darf guten Gewissens festgestellt werden, dass eine gezielte fachärztliche Behandlung von Eisenmangelpatienten mit Eiseninfusionen die in der Schweiz bekannten WZW-Kriterien erfüllt: Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit.

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Das Eisenmangelsyndrom

Eisenmangel kann nicht nur zu einer Blutarmut führen, wie die offizielle Lehrmedizin lehrt. Schon vorher können verschiedene Symptome auftreten, unter denen viele Menschen leiden: Das Eisenmangelsyndrom IDS (Iron Deficiency Syndrome): Erschöpfungszustände Konzentrationsstörungen Depressive Verstimmungen Schlafstörungen Schwindel Kopfschmerzen Nackenverspannungen Haarausfall Nagelbrüchigkeit Restless Legs In einem späteren Stadium kann zusätzlich eine Blutarmut (Eisenmangelanämie) auftreten. Bei frühzeitiger Erkennung und korrekter Behandlung von Eisenmangel kann eine solche in zivilisierten Ländern in der Regel vermieden werden. http://www.eisenzentrum.org/

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