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Eisenblog / Ironblog Beiträge

Intravenöse Eisenbehandlungen – braucht es einen Kompromiss?

Die Schweiz hat in den letzten Jahren eine Art Medizingeschichte geschrieben. Bis 2005 hat ausser den ärztlichen Eisenzentren praktisch noch niemand daran gedacht, Patienten schon im Frühstadium von symptomatischem Eisenmangel – dem Eisenmangelsyndrom IDS (Iron Deficiency Syndrome) – iv-Eisen zu verabreichen. Demgegenüber geben heute die meisten Hausärzte und Kliniken diesen Patienten das fehlende Element ebenfalls nicht mehr erst dann, wenn sich das Spätstadium der vermeidbaren Eisenmangelanämie eingestellt hat. Gegen neunzig Prozent der Schweizer Eisenmangelpatientinnen im Menstruationsalter leiden an einem IDS. Die restlichen zehn Prozent fallen auf die Patienten im Spätstadium der IDA – einer vermeidbaren „Komplikation“ des IDS. Die so…

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Atupri probt den Aufstand

Der abtrünnigen Schweizer Krankenkasse Atupri scheinen alle Mittel recht zu sein, um sich vor der Bezahlung von Heilbehandlungen mit Eisen zu drücken. Da zu über 90% Frauen betroffen sind, muss von einer negativen (die Frauen diskriminierenden) Auslegung der Gender Medicin durch Atupri ausgegangen werden. Deren (männlichen) Kassenfunktionäre haben nämlich am grünen Tisch beschlossen, dass nur noch bei denjenigen Eisenmangelpatientinnen die Behandlung rückerstattet wird, deren Ferritinwert unter 30 ng/ml liegt. Dies hat zur Folge, dass etwa die Hälfte der Patientinnen die Behandlungen selbst bezahlen muss, um gesund zu werden – trotz regelmässiger Bezahlung der Prämien. Geradezu übermütig, wenn nicht gar abenteuerlich ist die…

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Eisendosierung: Stellungnahme von Swissmedic

Das schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic hat im Dezember 2010 in einer Newsletter (Vigilance News, ab Seite 16) Stellung zur Arzneimittelsicherheit bei intravenös verabreichtem Eisen bezogen. Der Hersteller des neuen Hochdosis-Eisenpräparats Ferinject bewirbt das Produkt nicht zuletzt deswegen, weil es sicherer sei als ältere Präparate. Weil das Interesse der Medien am Thema Eisenmangel steigt und die Herstellerfirma eine gross angelegte Werbekampagne durchführt, könnten sich immer mehr Ärzte aufgefordert fühlen, Eisen intravenös zu verabreichen. Aus diesem Grund beschloss die Swissmedic, eine Meta-Analyse über die Sicherheit von intravenösem Eisen durchzuführen: Es wurde eine systematische Literaturanalyse über schwerwiegende Nebenwirkungen von 2000 bis 2010 durchgeführt, gleichzeitig wurden Instituts-interne…

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Wissenschaftliche und historische Bestätigung des Eisenmangelsyndroms

Die ärztlichen Eisenzentren führen unter der Obhut der Swiss Iron Health Organisation SIHO eine online-Qualitätskontrolle durch. Die Resultate werden regelmässig publiziert (dreimal seit 2006, nächste Publikation 2011). Dabei konnte auf reproduzierbare Art nachgewiesen werden, dass zwei von drei Eisenmangelpatienten durch intravenöse Eisengaben nachhaltig geheilt werden können (Patientenzahl 1428). Dazu werden die Befindlichkeit und Laborwerte vor einer Behandlung sowie deren Veränderung nach einer Behandlung sowie drei Monate später analysiert (Swiss Iron System SIS). Erfreulicherweise hat die wissenschaftliche Pilotstudie FERRIM an der Universistätsklinik Zürich – nach dem SIS konzipiert wie die Arzneimittelstudie der SIHO – diesen Sachverhalt bestätigt. Die Studie wurde zwar…

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Eisenmangel in Österreich

In der Schweiz hat sich das Eisenmangelsyndrom „durchgesetzt“. Sowohl Ärzte als auch Patienten sind über die Existenz dieses Frühstadium von Eisenmangel informiert. Ärzte warten nicht mehr auf das Spätstadium der Eisenmangelanämie, das erst Jahre nach dem Beginn des Frühstadium auftritt. Die Schweiz ist das erste und bisher einzige Land, das diese Erkenntnis sowohl im hausärztlichen Alltag als auch in den Kliniken systematisch umsetzt. In Deutschland und Österreich, wo ebenfalls über vierzig Eisenzentren existieren, ist das Thema bisher erst „Insidern“ bekannt. In Österreich wurde im TV im März über das Eisenmangelsyndrom berichtet:

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Eisen macht nicht munter – oder etwa doch?

Stellungnahme der Swiss Iron Health Organisation SIHO auf den Artikel „Eisen macht nicht munter“ in der NZZ am Sonntag, 28.11.2010 (Dr. Beat Schaub / Dr. Peter Wagner). Der Artikel in der NZZ am Sonntag hat viele Patienten und Ärzte erschüttert. Dort heisst es, dass aufgrund einer noch nicht publizierten Studie der Universität Zürich Eisenmangelpatienten von intravenöse Eisengaben nur selten profitieren würden – und wenn schon, handle es sich dann meistens um eine eingebildete Besserung (Placebo-Effekt). Unzweifelhaft kann hingegen – zumindest in der Schweiz – im hausärztlichen Bereich festgestellt werden, dass intravenöse Eisenbehandlungen immer häufiger durchgeführt werden. Grund dafür ist die…

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Kleines Jubiläum: 75. Eisenzentrum

Seit Ende Juni 2010 existieren 75 Eisenzentren. Das 75. Eisenzentrum befindet sich in München (Dr. Thomas Beck). Wir freuen uns, dass sich immer mehr Kolleginnen und Kollegen dazu entscheiden, Eisenmangelpatienten kurativ zu behandeln (Absicht zu heilen). Die palliativen Therapiemethoden haben nur die Absicht, Symptome zu unterdrücken (Absicht zu lindern) und kosten viel Geld. Die Ursache wird dadurch allerdings nicht behandelt.

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Schwarze Liste für Krankenkassen

Gesetzliche Grundlagen: Die Schweizer Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, Eisenbehandlungen zu bezahlen (aus der Grundversicherung), sofern die Indikation richtig gestellt wurde. Offizielle Indikation für Eisenbehandlungen: „Eisenmangel bei Patienten, bei denen eine orale Eisentherapie ungenügend wirksam oder nicht durchführbar ist“. Medikamente werden von den Krankenkassen rückvergütet, wenn sie vom Bundesamt für Gesundheit BAG auf die so genannte Spezialitätenliste SL aufgenommen wurden. Das BAG prüft dabei die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Präparate. Ein Medikament wird nur dann zugelassen, wenn es vom Schweizerischen Heilmittelinstitut swissmedic erfolgreich auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft wurde. Die Durchführung einer intravenöse Eisenbehandlung von Eisenmangelpatienten entspricht den Indikationsrichtlinien der swissmedic. Die…

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Die „Dosier-Frage“

Für die Behandlung von Patienten mit einem Eisenmangel ohne Anämie (Eisenmangelsyndrom IDS) haben sich Einzeldosierungen mit 0.2 Gramm Eisen pro Infusion – bis zum Erreichen der individuellen Gesamtdosis – als optimal erwiesen (Ars Medici Nov. 2009). Gemäss alternativer Praxis wird seit 2008 auch die Verabreichung von 0.5 – 1.0 Gramm-Dosierungen mit hochkonzentrierten Eisenpräparaten vorgeschlagen. Wir empfehlen diese Methode bei Patienten mit einem Eisenmangelsyndrom IDS derzeit noch nicht, da diese kurzzeitig zu massiven Übersättigungen führen und offensichtlich in einzelnen Fällen irreversible kosmetische Probleme in Form von braunen Flecken bei der Injektionsstelle verursachen kann. Ebenfalls bestehen offenbar in einigen Märkten wie den…

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Hautflecken nach Ferinject-Behandlungen

Nach einer paravenösen Infusion von Ferinject kann eine bleibende braune Verfärbung am Ellbogen entstehen. Im Gegensatz zu Ferinject tritt in einem solchen Fall unter Verwendung von Venofer und FerMed ein Warnschmerz auf, sodass die Infusion gestoppt werden kann, bevor ein Hautfleck entsteht. Die Kostenübernahme einer allfällig gewünschten Entfernung des Hautflecks ist noch nicht abschliessend geregelt. Patienten haben die Möglichkeit, vor einer Behandlung mit Ferinject eine Einverständniserklärung zu unterschreiben. Film auf youtube

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