Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Schlagwort: Ferinject

Eiseninfusionen hochdosiert – ja oder nein?

In der Schweiz wird das Thema unter Ärzten und Patienten derzeit kontrovers diskutiert („Saldo“). Die Swiss Iron Health Organisation SIHO (ärztliche Fachgesellschaft für die Behandlung von Eisenmangel) hat schon 2010 Stellung bezogen: Jeder Eisenmangelpatient braucht so viel Eisen, wie ihm wirklich fehlt, um gesund zu werden und auch zu bleiben. Die SIHO zielt auf den Grenznutzen: so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Die Behandlung muss nachhaltig wirksam, gefahrlos und kosteneffizient sein. Die Ärztlichen Eisenzentren arbeiten nach den Richtlinien der SIHO (Swiss Iron System SIS). Bei Eisenmangelpatienten im Frühstadium (Eisenmangelsyndrom IDS) empfiehlt die SIHO Einzeldosierungen zu 0.2 Gramm…

Weiterlesen Eiseninfusionen hochdosiert – ja oder nein?

Beitrag kommentieren

Swissmedic abhängig von Pharma

So lautet die Schlagzeile im Wirtschaftsteil der Schweizer Sonntagszeitung vom 2. September 2012. «Die Unabhängigkeit gegenüber der Heilmittelindustrie ist für uns oberstes Gebot», propagiert das Heilmittelinstitut Swissmedic. Den Mitarbeitern ist es gar untersagt, Einladungen und Geschenke anzunehmen, könnte das doch ihr objektives Urteilsvermögen beeinflussen. Was aber kaum jemand weiss: Die Pharmaindustrie finanziert das Institut zu vier Fünfteln. Weit stärker als die Pauschalgebühren fällt dabei die Umsatzbeteiligung auf den von Swissmedic zugelassenen Medikamenten ins Gewicht. Die «Verkaufsabgaben» machen die Hälfte der Swissmedic-Erträge aus. Selbst gestandene Gesundheitspolitiker, Gesundheitsökonomen und Akteure des Gesundheitswesens haben das erst von der SonntagsZeitung erfahren. Umso grösser ist…

Weiterlesen Swissmedic abhängig von Pharma

Beitrag kommentieren

Schwangere als Versuchskaninchen?

Aussicht auf „Ferinject-Embryos“? Gebraucht werden endlich Daten, nicht nur Worte! – Gegenwärtiger Stand des Nachdenkens. Wie die Frauenklinik der Universität Bern der SIHO in einem Brief mitteilte, erhalten immer mehr Eisenmangelpatientinnen in der Schweiz Ferinject-Hochdosen – auch schwangere. Laut Aussagen von Spezialisten in Berlin, vom Ferinject-Erfinder (Vifor Pharma) sowie aufgrund des von den Behörden zugelassenen Beipackzettels liegen aber bislang noch keine Daten vor, welche die Sicherheit der davon mitbetroffenen Embryos wirklich bestätigen könnten. Nachfolgend soll deshalb der gegenwärtige Stand des Nachdenkens der 2007 gegründeten Swiss Iron Health Organisation SIHO über diese Situation vorgestellt werden. Wissenschaftler der Universitäts-Frauenklink Bern haben, wie…

Weiterlesen Schwangere als Versuchskaninchen?

Beitrag kommentieren

Lässt sich die Uni Bern auf ein Abenteuer ein?

Die Universität Bern hat im Juni 2012 in einer Schweizer Fachzeitschrift verlauten lassen, aufgrund wissenschaftlich geprüfter Daten sei künftig die Infusion eines ganzen Gramms Eisen in Form von Ferinject als Einzeldosis für Embryos zuträglicher als die individuell dosierte Gabe des seit 1990 bewährten, wissenschaftlich geprüften und deshalb sicheren Präparats Venofer. Die Siwss Iron Health Organisation SIHO hat diese Behauptung hinterfragt und die Vor- und Nachteile von Venofer und Ferinject verglichen und tabellarisch zusammengefasst. Viele Schwangere haben praktisch kein Eisen „an Bord“ – den Embryos geht es deshalb ebenso. Ihr Ferritinwert liegt nämlich oft unter 20 ng/ml. (Leider lehren die Universitäten…

Weiterlesen Lässt sich die Uni Bern auf ein Abenteuer ein?

Beitrag kommentieren

Eisendosierung: Stellungnahme von Swissmedic

Das schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic hat im Dezember 2010 in einer Newsletter (Vigilance News, ab Seite 16) Stellung zur Arzneimittelsicherheit bei intravenös verabreichtem Eisen bezogen. Der Hersteller des neuen Hochdosis-Eisenpräparats Ferinject bewirbt das Produkt nicht zuletzt deswegen, weil es sicherer sei als ältere Präparate. Weil das Interesse der Medien am Thema Eisenmangel steigt und die Herstellerfirma eine gross angelegte Werbekampagne durchführt, könnten sich immer mehr Ärzte aufgefordert fühlen, Eisen intravenös zu verabreichen. Aus diesem Grund beschloss die Swissmedic, eine Meta-Analyse über die Sicherheit von intravenösem Eisen durchzuführen: Es wurde eine systematische Literaturanalyse über schwerwiegende Nebenwirkungen von 2000 bis 2010 durchgeführt, gleichzeitig wurden Instituts-interne…

Weiterlesen Eisendosierung: Stellungnahme von Swissmedic

Beitrag kommentieren

Hautflecken nach Ferinject-Behandlungen

Nach einer paravenösen Infusion von Ferinject kann eine bleibende braune Verfärbung am Ellbogen entstehen. Im Gegensatz zu Ferinject tritt in einem solchen Fall unter Verwendung von Venofer und FerMed ein Warnschmerz auf, sodass die Infusion gestoppt werden kann, bevor ein Hautfleck entsteht. Die Kostenübernahme einer allfällig gewünschten Entfernung des Hautflecks ist noch nicht abschliessend geregelt. Patienten haben die Möglichkeit, vor einer Behandlung mit Ferinject eine Einverständniserklärung zu unterschreiben. Film auf youtube

Weiterlesen Hautflecken nach Ferinject-Behandlungen

2 Kommentare

Nebenwirkungen von Ferinject

In den letzten Monaten erreichten uns einige Mitteilungen bezüglich Nebenwirkungen des neuen Eisenpräparates Ferinject, sofern es hochdosiert (0.5 oder 1 Gramm) verabreicht wurde. Eine solche Menge ist für Patienten mit Eisenmangel mit Sicherheit nicht zu viel, aber die „Geschwindigkeit des Anflutens“ scheint gewissen Organismen etwas Mühe zu bereiten. Das Thema wird im Eisenforum besprochen. Sollte sich jemand angesprochen fühlen, können dort entsprechende Kommentare abgegeben werden.

Weiterlesen Nebenwirkungen von Ferinject

26 Kommentare

Kurzfristige Ferritinpeaks wahrscheinlich unge-fährlich

Die erwähnten kurzfristigen Ferritinpeaks, die durch Infusionen von hohen Ferinject-Dosen gesehen werden, sind höchst wahrscheinlich ungefährlich – so die Meinung der angefragten Experten. Wir sind daran, entsprechende Informationen, Meinungen und Daten zu sammeln, welche diese Aussage unterstützen oder in Frage stellen. Sie werden gelegentlich auf diesem Blog veröffentlicht.

Weiterlesen Kurzfristige Ferritinpeaks wahrscheinlich unge-fährlich

Beitrag kommentieren

Herstellerfirma steht zu hohen Ferritin-Peaks nach hohen Einzeldosen von Ferinject.

Die Herstellerfirma hat am 17. November per Briefversand die Schweizer Ärzte darauf hingewiesen, dass nach einer hochdosierten Ferinject-Infusion Ferritinpeaks bis 600 ng/ml erwartet werden müssen. Eine Normalisierung auf 200 ng/ml findet nach etwa 7 Wochen statt. Es handelt sich dabei um eine disproportionale Erhöhung des Serumferritins in Relation zur Speichereisenreserve. Dies sei bei der Bestimmung des Serum-ferritins zu berücksichtigen – so die Herstellerfirma. Dass der Ferritinwert während einigen Wochen über dem offiziellen Normbereich von 400 ng/ml liegt, scheint ein fact zu sein – nicht nur von uns, sondern auch von der Herstellerfirma beobachtet. Die Frage ist noch nicht schlüssig geklärt, ob…

Weiterlesen Herstellerfirma steht zu hohen Ferritin-Peaks nach hohen Einzeldosen von Ferinject.

Beitrag kommentieren

Sind kurzfristig erhöhte Ferritinpeaks nach hohen Ferinject-Dosen gefährlich?

Diese Frage beschäftigt uns momentan am meisten. In den Lehrbüchern wird der obere Normwert für Ferritin bei maximal 400 ng/ml definiert. Die meisten Experten sind sich einig, dass langfristige Ferritinwerte über 1000 ng/ml zu einer Eisenspeicher-krankheit führen können. Wann beginnt eine Überdosierung? Bei 400 oder bei 1000 ng/ml? Wenn nun in der ganzen Schweiz immer wieder Eisenmangel-patienten hohe Dose an Eisen erhalten und kurzfristig überhöhte Ferritinwerte im Bereich zwischen 400 und 1000 ng/ml aufweisen, stellt sich die Frage nach der Gefährlichkeit einer solchen kurzfristigen „Überflutung“. Die Antworten der bisher angefragten Experten sowie bisherige Literatur-Recherchen lassen vermuten, dass diese Frage noch gar…

Weiterlesen Sind kurzfristig erhöhte Ferritinpeaks nach hohen Ferinject-Dosen gefährlich?

1 Kommentar