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Eisenblog / Ironblog Beiträge

Eisen macht nicht munter – oder etwa doch?

Stellungnahme der Swiss Iron Health Organisation SIHO auf den Artikel „Eisen macht nicht munter“ in der NZZ am Sonntag, 28.11.2010 (Dr. Beat Schaub / Dr. Peter Wagner). Der Artikel in der NZZ am Sonntag hat viele Patienten und Ärzte erschüttert. Dort heisst es, dass aufgrund einer noch nicht publizierten Studie der Universität Zürich Eisenmangelpatienten von intravenöse Eisengaben nur selten profitieren würden – und wenn schon, handle es sich dann meistens um eine eingebildete Besserung (Placebo-Effekt). Unzweifelhaft kann hingegen – zumindest in der Schweiz – im hausärztlichen Bereich festgestellt werden, dass intravenöse Eisenbehandlungen immer häufiger durchgeführt werden. Grund dafür ist die…

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Kleines Jubiläum: 75. Eisenzentrum

Seit Ende Juni 2010 existieren 75 Eisenzentren. Das 75. Eisenzentrum befindet sich in München (Dr. Thomas Beck). Wir freuen uns, dass sich immer mehr Kolleginnen und Kollegen dazu entscheiden, Eisenmangelpatienten kurativ zu behandeln (Absicht zu heilen). Die palliativen Therapiemethoden haben nur die Absicht, Symptome zu unterdrücken (Absicht zu lindern) und kosten viel Geld. Die Ursache wird dadurch allerdings nicht behandelt.

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Schwarze Liste für Krankenkassen

Gesetzliche Grundlagen: Die Schweizer Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, Eisenbehandlungen zu bezahlen (aus der Grundversicherung), sofern die Indikation richtig gestellt wurde. Offizielle Indikation für Eisenbehandlungen: „Eisenmangel bei Patienten, bei denen eine orale Eisentherapie ungenügend wirksam oder nicht durchführbar ist“. Medikamente werden von den Krankenkassen rückvergütet, wenn sie vom Bundesamt für Gesundheit BAG auf die so genannte Spezialitätenliste SL aufgenommen wurden. Das BAG prüft dabei die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Präparate. Ein Medikament wird nur dann zugelassen, wenn es vom Schweizerischen Heilmittelinstitut swissmedic erfolgreich auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft wurde. Die Durchführung einer intravenöse Eisenbehandlung von Eisenmangelpatienten entspricht den Indikationsrichtlinien der swissmedic. Die…

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Die „Dosier-Frage“

Für die Behandlung von Patienten mit einem Eisenmangel ohne Anämie (Eisenmangelsyndrom IDS) haben sich Einzeldosierungen mit 0.2 Gramm Eisen pro Infusion – bis zum Erreichen der individuellen Gesamtdosis – als optimal erwiesen (Ars Medici Nov. 2009). Gemäss alternativer Praxis wird seit 2008 auch die Verabreichung von 0.5 – 1.0 Gramm-Dosierungen mit hochkonzentrierten Eisenpräparaten vorgeschlagen. Wir empfehlen diese Methode bei Patienten mit einem Eisenmangelsyndrom IDS derzeit noch nicht, da diese kurzzeitig zu massiven Übersättigungen führen und offensichtlich in einzelnen Fällen irreversible kosmetische Probleme in Form von braunen Flecken bei der Injektionsstelle verursachen kann. Ebenfalls bestehen offenbar in einigen Märkten wie den…

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Hautflecken nach Ferinject-Behandlungen

Nach einer paravenösen Infusion von Ferinject kann eine bleibende braune Verfärbung am Ellbogen entstehen. Im Gegensatz zu Ferinject tritt in einem solchen Fall unter Verwendung von Venofer und FerMed ein Warnschmerz auf, sodass die Infusion gestoppt werden kann, bevor ein Hautfleck entsteht. Die Kostenübernahme einer allfällig gewünschten Entfernung des Hautflecks ist noch nicht abschliessend geregelt. Patienten haben die Möglichkeit, vor einer Behandlung mit Ferinject eine Einverständniserklärung zu unterschreiben. Film auf youtube

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Swiss Iron System SIS

Das in der Schweiz entwickelte Eisenmangel-Management (Swiss Iron System) hat sich seit 2005 bei einigen Tausend Patienten bewährt und beginnt, sich in angrenzenden Ländern durchzusetzen. Eine Schweizer Herstellerfirma von Eisenpräparaten hatte während Jahren Monopolstellung. Das „Swiss Iron“ hat sich ausserordentlich bewährt. Allerdings verfügt weder diese Schweizer Firma noch eine Generika-Herstellerin von Eisenampullen in der EU über Dosierungsrichtlinien für Eisenmangelpatienten ohne Anämie (Eisenmangelsyndrom = 88 % aller Eisenmangelpatienten in Zentraleuropa). Aus diesem Grund hat ein privates ärztliches Institut in der Schweiz ein Diagnostik-, Therapie- und Präventionskonzept für den korrekten Umgang mit Eiseninfusionen entwickelt: Swiss Iron System SIS. Downloads: Advanced ID Management (fortgeschrittenes Eisenmangel-Management): für Ärzte Die 6…

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70. Eisenzentrum (Österreich)

Wir feiern ein kleines Jubiläum und freuen uns, dass sich das Ärztepaar Drs. med. Sabine und Ernst Lahnsteiner dem Eisen-Netzwerk angeschlossen hat. Es handelt sich um das dritte ärztliche Eisenzentrum in Österreich (Strengberg bei Linz). Immer mehr Frauen in Österreich realisieren, dass sie unter Eisenmangel leiden und sind dankbar, wenn sich kompetente Ärzte um sie kümmern.

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Erste Korrektur einer Nachahmer-Formel ist erfolgt

Der unten erwähnte Eisenrechner unter www.eisen-netzwerk.de wurde inzwischen angepasst. Dabei wurde vom Präparatehersteller festgelegt, dass ein Eisenmangel dann vorliegen soll, wenn der Ferritinwert unter 20 ng/ml liegt. Wäre der Mensch eine Maschine, könnte ein pauschaler unterer „Normwert“ festgelegt werden. In der Realität sieht es anders aus: Jeder Mensch ist ein Individuum. Die einen fühlen sich bei einem Ferritinwert von 15 ng/ml kerngesund, während andere schon bei 50 ng/ml unter Eisenmangelsymptomen leiden. Dass es unmöglich ist, einen allgemeingültigen unteren „Normwert“ für Ferritin zu definieren, beweist der Umstand, dass alle Schweizer Kantone oder deutschen Bundesländer einen eigenen solchen Wert definieren. Für einen Menschen…

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Zweite Nachahmer-Formel der Basler Eisenformel

Im Internet steht eine zweite Nachahmer-Formel zur Berechnung der notwendigen Eisendosis zur öffentlichen Verfügung (http://www.iron.medline.ch/Eisenplattform/). Sie wurde vom selben Eisenhersteller entwickelt wie die unten genannte erste Nachahmer-Formel. Eine klinische Prüfung scheint nicht erfolgt zu sein. In einem solchen Fall wäre der Präparatehersteller sicher in der Lage gewesen, eine einzige Berechnungsformel zu definieren. Die bisherigen beiden Nachahmer-Formeln empfehlen verschiedene Dosierungen. Welche soll gelten? Bei dieser zweiten Nachahmer-Formel wird das Körpergewicht eines Patienten genau so wenig beachtet wie der Umstand, ob es sich um einen „Risikopatient“ mit Rückfall-Gefahr handelt, bei dem eine künftige Erhaltungstherapie geplant werden muss. Im Gegensatz dazu hat sich die…

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